Menschenbild
Ich gehe davon aus, dass wir komplexe Systeme sind, die versuchen, mit ihrer Umwelt zurecht zu kommen. Dabei haben wir unterschiedliche innere Anteile, denen jeweils andere Dinge wichtig sind. So könnte es einen Anteil geben, der nicht weiter weiß und Hilfe braucht, und einen anderen, der gelernt hat, dass Schwäche zu zeigen beschämt wird. Daraus entstehen innere Konflikte darüber, welche Strategie die richtige ist: Bittet man um Hilfe, gerät der zweite Anteil in Panik – tut man es nicht, bleibt der erste in Not.
Psychische Krankheit verstehe ich so, dass ein solcher Konflikt eskaliert: Immer mehr Energie fließt hinein, bis Symptome entstehen – Ängste, Depressionen, Unruhe, Unsicherheit, Minderwertigkeitserleben und vieles mehr. Häufig wollen wir diese Symptome loswerden und kämpfen dagegen an, was den inneren Konflikt weiter anheizt. Ein Teufelskreis entsteht. Was tun?
Therapeutischer Ansatz
Mein therapeutisches Ansatz ist, einen Raum anzubieten, in dem Sie erforschen können, welche Anteile an den aktuellen Schwierigkeiten beteiligt sind und was deren Anliegen ist. Wird dies verstanden und angenommen, müssen Sie weniger gegen sich selbst kämpfen und Ihr System kann sich entspannen. Im Kern geht es dabei um Selbstliebe: sich anzunehmen und zu schätzen, wie man ist. Paradoxerweise führt das nicht zu Stillstand, sondern ermöglicht den nächsten Entwicklungsschritt. So wie ein Baum weiß, wie er wachsen „möchte“, wenn die Umstände es erlauben, haben auch wir Menschen ein intuitives Wissen darüber, wie wir uns entwickeln wollen.
Ausbildung
Meine tiefenpsychologisch fundierte Ausbildung habe ich von 2016 bis 2022 am ZIST Institut Penzberg absolviert und mit der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten abgeschlossen. Der dortige Schwerpunkt auf Körperpsychotherapie hat meine Arbeit stark geprägt. Um diesen Ansatz weiter zu vertiefen, befinde ich mich seit 2025 in einer vierjährigen Weiterbildung zum Hakomi-Therapeuten.
Zusätzlich habe ich die Fachkunde zum EMDR Therapeuten und Gruppentherapeuten.
